Leitender Spitalapotheker

Allgemeiner Beschrieb der beruflichen Tätigkeit in einem Satz

Leitung eines Betriebes mit 7 Pharma-Assistentinnen und 4 Apothekern, der für die pharmazeutische Versorgung von 10 Institutionen mit insgesamt rund 1000 Betten verantwortlich ist.

Beratende Funktion in der Arzneimitteltherapie

Sie/Er berät die Berufsleute im Gesundheitswesen (Arzt, Apotheker, Pflegende)
zu therapeutischen Fragen. Dafür bedient sie/er sich der wissenschaftlichen Literatur,

diverser Datenbanken und Firmeninformationen. Die Anforderung kann via Anfrage an die Apotheke erfolgen oder bei der Beteiligung an Krankenvisiten zusammen mit den Ärzten.

Erstellung und Führung einer Arzneimittelliste

Zusammen mit der Ärzteschaft erstellt sie/er eine Arzneimittelliste als Grundlage für den Arzneimittelgebrauch in den versorgten Institutionen. Die Arzneimittelliste enthält nebst der Auflistung der Produkte zusätzliche Informationen zur Anwendung der Arzneimittel.

Herstellung von patientenspezifischen Präparaten

Für die Onkologie aber auch für andere Abteilungen werden patientenspezifische Arzneimittel hergestellt (meistens durch Compounding). Er/sie überwacht die Herstellung und erstellt dazu Richtlinien.

Überwachung der korrekten Lagerung und guten Abgabe

Er /Sie ist verantwortlich für den Heilmittelverkehr in den Insitutionen. Das geht von der Beschaffung, die Lagerung in der Apotheke, über die Verteilung und Lagerung auf den Stationen sowie die Entsorgung der Medikamente. Eine Überwachungsfunktion hat er/sie ebenfalls bei der Abgabe der Medikamente an die Patientinnen und Patienten.

Beschaffungsökonomie

Er / Sie ist zuständig für den Einkauf von Arzneimitteln. Dafür müssen Verhandlungen mit der Industrie geführt und Konditionen ausgehandelt werden. Dies kann alleine oder in Zusammenarbeit mit anderen Kliniken erfolgen.

Ökonomie der Anwendung

Er / Sie erstellt regelmässig Statistiken über den Arzneimittelverbrauch. Er/Sie gibt dabei Hinweise an die Verbraucher über den ökonomischen Einsatz der Arzneimittel.

Studiengang / Wichtige Stationen im Berufsleben, die zu Ihrer jetzigen Stelle geführt haben

  • Studium der Pharmazie in Bern
  • 3 1/2 Jahre Zusatzausbildung Spitalpharmazie + Dissertation in Pharmakokinetik am Kantonsspital Aarau
  • 1 Jahr Qualitätssicherung Laboratorium Dr. G. Bichsel AG
  • Anschliessend Aufbau einer Spitalapotheke; zuerst neben der Stelle als Leiter der Qualitätssicherung zu 50%. Dann Übernahme von zusätzlichen Aufgaben in weiteren Spitälern der Region.

Erforderliche persönliche Qualitäten

  • Fachliches Know How im Bereich der Spitalpharmazie (Pharmakologie, Arzneimittelsicherheit- und Arzneimittelanwendung);
  • Diplomatisches Geschick. Freude am Umgang mit Menschen, auch in schwierigen Situationen.
  • Vielseitigkeit, grosse Flexibilität.
  • Stressresistenz, Gelassenheit.

Möglichkeiten der beruflichen Weiterentwicklung

Die Möglichkeiten sind sehr vielfältig, abhängig von den Interessen.

Kontakt

Author

Erwin Wendelspiess

Swiss Young Pharmacists Group (swissYPG)

Stationsstrasse 12
3097 Bern-Liebefeld

Tel: 031 978 58 58
info@swissypg.org


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