Allgemeiner Beschrieb der beruflichen Tätigkeit in einem Satz

Leitung einer Forschungsgruppe sowie Lehre an einer Universität.

Forschungstätigkeit

Er/Sie forscht zusammen mit einer Forschungsgruppe bestehend aus Studenten, Doktoranden und Postdocs auf einem spezifischen Gebiet. Beispiel: Tissue Engineering mit dem Ziel, künstliche Gewebe zu erschaffen für folgende Anwendungen:

  1. unser Verständnis verbessern, wie Zellen miteinander kommunizieren und interagieren
  2. als künstliche Gewebe das Testen von neuen Arzneistoffen ermöglichen
  3. als Implantate in der Geweberegeneration dienen

Akquisition von Forschungsgeldern

Für die Forschung, Löhne/Dienstleistungen, Geräte etc. braucht es Geld. Ein Teil des Geldes kann von der Universität selber kommen, oft kommt aber ein Grossteil des Geldes dadurch zustande, dass der/die Professor/in Anträge stellt z.B. an den Schweizerischen Nationalfonds, an die EU oder an Stiftungen. Neben Projekten können auch Personen so finanziell unterstützt werden.

Um die Chancen, solche Beiträge zu gewinnen, zu erhöhen, ist die Teilnahme an wissenschaftlichen Konferenzen und Beiträge in Form von Präsentationen und Poster inklusive Networking und Publikumsarbeit von grosser Bedeutung.

Persönliche Betreuung von Studenten

Oft führt der/die Professor/in die Experimente nicht selber durch, sondern betreut die Projekte von Studenten. Dazu gehört einerseits die Betreuung des Projektes, damit die Daten in Form von wissenschaftlichen Präsentationen präsentiert werden, andererseits aber auch die persönliche/wissenschaftliche Weiterentwicklung der Studenten.

Unterrichtstätigkeit, Lehre

Das Unterrichten von diversen Themen, welche sowohl angelehnt an die Forschung oder aber auch grundlegend sein können, ist wichtig, um den Studenten eine adäquate Ausbildung zu ermöglichen. Gerade das Einarbeiten in forschungsfremde Gebiete nimmt viel Zeit in Anspruch, wenn man das Gebiet selber gut verstehen will und als spannende Vorlesung aufbereiten will. Ich selber bilde mich auch didaktisch weiter, da ich dies während dem Studium selber nie gelernt habe.

Studiengang / Wichtige Stationen im Berufsleben, die zu Ihrer jetzigen Stelle geführt haben

  • Studium Pharmazie in Basel
  • 4 Jahre Doktorat, ETH Zürich (Departement Chemie und angewandte Biowissenschaften), inklusive 7 Monate als Visiting Scientist in den USA, parallel dazu 2 Jahre Nachdiplomstudium angewandte Statistik, ETH Zürich
  • 2 Jahre Postdoc, ETH Zürich (Departement Maschinenbau- und Verfahrenstechnik)
  • 3 Jahre Oberassistentin und Group Leader, ETH Zürich (Departement Gesundheitswissenschaften und Technologie)
  • parallel dazu 3 Jahre Mitglied Prüfungskommission für den FPH-Titel in Offizinpharmazie
  • seit 1 Jahr Assistenzprofessur (Tenure Track), an der Technischen Universität in Eindhoven, Niederlande

Erforderliche persönliche Qualitäten

  • Motivation und Neugierde, neue (Wissens-)Gebiete zu entdecken und mich dort einzuarbeiten, Vielseitigkeit
  • Kommunikationsfähigkeit über verschiedene Disziplinen (so ein vielseitiges Studium wie das der Pharmazie hilft hier enorm)
  • Freude daran haben, ein Vorbild zu sein, andere zu fördern und motivieren und das Beste aus ihnen zu holen
  • Flexibilität, Stressresistenz, Gelassenheit, Durchhaltewillen

Möglichkeiten der beruflichen Weiterentwicklung

Eine feste/permanente Anstellung als „full Professor“ mit eigenem Lehrstuhl an einer Universität

Sonst sind die Gebiete vielfältig, für mich gilt: „geht nicht, gibt’s nicht“ – vieles kann man massgeblich selber beeinflussen, wenn die Motivation stimmt. Ich habe nie auf das Ziel „Professor“ hingearbeitet, sondern habe Chancen genutzt, wenn sie sich mir geboten haben. Einzige Bedingung: das Thema muss mich interessieren. Mit dem Hintergrund des Pharmaziestudiums sind wir sehr vielseitig einsetzbar!

Kontakt

Author

Erwin Wendelspiess

Swiss Young Pharmacists Group (swissYPG)

Stationsstrasse 12
3097 Bern-Liebefeld

Tel: 031 978 58 58
info@swissypg.org


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